Die ultimative Kamera

Jeder, der sich in seiner Freizeit oder professionell mit dem Thema Fotografe beschäftigt, ist ständig auf der Suche nach der ultimativen Kamera. Leistungsfähig soll sie sein, mit genügend Megapixeln und großem Sensor. Sie soll so klein sein, dass sie in fast jede Tasche passt, aber auch so groß, dass sie bei allen Gelegenheiten satt in der Hand liegt. Die Bedienelemente müssen gut erreichbar und eindeutig erkennbar sein, das Gehäuse darf aber nicht auftragen. Die Kamera soll viele Einstellmöglichkeiten haben und gleichzeitig ein übersichtliches Menü bieten. Das Objektiv muss alle Brennweitenbereiche abdecken, aber gleichzeitig megakompakt und austauschbar sein. Mit anderen Worten: Die eierlegende Wollmilchsau.

Auch ich habe im Laufe der Zeit immer mal wieder gewechselt, und bei jeder neuen Knipse geglaubt, dass dies nun wirklich das einzig Wahre ist. Leider stellte sich immer schon recht bald heraus, dass es letztlich doch keine ultimative Kamera geben kann und sicher auch nie geben wird.

Ein Beispiel ist meine Sony a6300. Eine wirklich tolle Kamera, die ich nicht mehr missen möchte. Im vergangenen Februar habe ich allerdings lieber meine Nikon DSLR mit auf den Kurztrip nach Borkum genommen. Mit Winterhandschuhen ist die Bedienung der Sony einfach zu fummelig, wenn nicht sogar unmöglich. Im Sommer hingegen schätze ich die kompakten Maße der a6300. Geht es um das Thema Video, ist die Sony mit SmallRig-Anbauteilen jedoch fast schon wieder zu groß für eine kleine Fototasche, weshalb ich mir nun auch noch ein DJI Osmo Pocket zugelegt habe, mit dem man übrigens auch Fotos machen kann. Man ahnt es bereits: Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende, denn es gibt für das Osmo Pocket ja noch diverse Filter und und und…

Mein Fazit kann an dieser Stelle nur lauten: Statt ständig auf der Suche nach der ultimativen Kamera zu sein ist es auf jeden Fall besser, für den jeweiligen Zweck immer das passende Modell zu verwenden, auch wenn man dann nicht mehr für alle Gelegenheiten gerüstet ist. Macht aber auch nichts. So kann man sich vielleicht sogar noch besser darauf konzentrieren, was man sich eigentlich vorgenommen hat.

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